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Zukünfte zurückgewinnen durch indigenen Tourismus: Erkenntnisse aus dem aktuellen TemaNord-Bericht

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass unser Konsortiumsmitglied und WP6‑Leiterin Britt Kramvig als Mitautorin zum kürzlich erschienenen Bericht „Indigener Tourismus in der europäischen Arktis – Vergangenheiten zurückgewinnen und Zukünfte stärken“ beigetragen hat.

Projektmitglied: Britt Kramvig

Veröffentlicht: 09.04.2026

Zusammenfassung

Der TemaNord-Bericht Indigener Tourismus in der europäischen Arktis – Vergangenheiten zurückgewinnen und Zukünfte stärkenhervorhebt, wie Tourismus indigene Gemeinschaften unterstützen kann, dabei aber ihre Kulturen, Rechte und Lebensgrundlagen respektiert. Er betont, dass indigener Tourismus gemeinschaftsgeführt sein und in lokalen Werten, Wissen und Verbindungen zum Land verwurzelt sein muss. Zentrale Themen sind Storytelling und Dekolonisierung, ethische Zertifizierungen und inklusive Zusammenarbeit. Der Bericht thematisiert auch Herausforderungen wie kulturelle Fehlrepräsentation und ungleiche Nutzenverteilung und fordert stärkere Politiken und Partnerschaften. Insgesamt präsentiert er Tourismus als Instrument zur kulturellen Revitalisierung, wirtschaftlichen Chancen und indigenen Selbstbestimmung in der Arktis.

Eine gemeinsame Initiative mit Wurzeln in der Arktis

Der Bericht vereint Fachwissen führender Forschender und Institutionen, darunter UiT – Die Arktische Universität Norwegens, die Universität Lappland, die Universität Umeå, die Aalborg Universität, das Sámi-Parlament in Norwegen sowie Innovation South Greenland/Visit South Greenland. Die Sámi-Parlamente in Finnland und Schweden wirkten als Kooperationspartnerinnen im Projekt mit. Der Bericht ist das Ergebnis umfangreicher Zusammenarbeit im Projekt Sustainable Indigenous Tourism in the Nordic Arctic , das darauf abzielte, Ko-Kreation von Wissen, Kapazitätsaufbau und nachhaltige Entwicklung durch arktische Zusammenarbeit zu stärken.

Diese wichtige Publikation, herausgegeben vom Nordischen Ministerrat im Rahmen der TemaNord-Reihe, bietet zeitnahe Einblicke in die sich wandelnde Landschaft des indigenen Tourismus in der europäischen Arktis. Wichtig ist, dass der Bericht die Stimmen und Perspektiven der Akteure des indigenen Tourismus selbst widerspiegelt. Er baut auf Diskussionen und Ergebnissen der Europäischen Konferenz für indigenen Tourismus 2025 auf, der ersten Veranstaltung dieser Art in Europa, die 2025 in Inari stattfand.

Kernaussagen: Indigenen Tourismus zu eigenen Bedingungen stärken

Im Kern des Berichts stehen vier miteinander verbundene Säulen, die nachhaltigen indigenen Tourismus definieren:

  • Verbindung zu Land und Ort– die tiefen Beziehungen zwischen indigenen Gemeinschaften und ihren Umgebungen anerkennen
  • Storytelling und Dekolonisierung– Erzählungen zurückgewinnen und kulturelle Repräsentation
  • Zertifizierungen und Marken– Selbstbestimmung fördern und verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken unterstützen
  • Zusammenarbeit und Einbeziehung der Gemeinschaft– sicherstellen, dass die Tourismusentwicklung auf lokaler Beteiligung beruht

Gemeinsam betonen diese Säulen eine zentrale Botschaft: Nachhaltiger Tourismus muss Raum schaffen, damit indigene Kulturen zu ihren eigenen Bedingungen gedeihen können.

Jenseits des Tourismus: Kultur, Kreativität und wirtschaftliche Chancen

Der Bericht hebt auch das Potenzial hervor, Tourismus mit indigener Kunst, duodji (Sámi-Handwerk) und Design zu verknüpfen. Dieser Ansatz bereichert nicht nur das Besuchererlebnis, sondern unterstützt auch kulturelle Kontinuität und lokale Lebensgrundlagen. Indem er praxisnahe Erkenntnisse für Destination-Management-Organisationen, Unternehmer*innen und Entscheidungsträger*innen bietet, trägt der Bericht zum Aufbau gerechterer und nachhaltigerer Tourismussysteme in der Arktis bei.

Warum das für unsere Arbeit wichtig ist

Für uns ist dieser Bericht mehr als eine Veröffentlichung; er spiegelt die Werte wider, die unsere Arbeit leiten. Teil dieser Zusammenarbeit zu sein, bekräftigt unser Engagement für:

  • Indigene, von der Gemeinschaft geführte Entwicklung unterstützen
  • Ethische und nachhaltige Tourismuspraktiken fördern
  • Partnerschaften in der gesamten Arktis stärken

Wir sind besonders stolz darauf, dass Britt Kramvig zu Forschungen beiträgt, die reale Auswirkungen für indigene Gemeinschaften, indigene Unternehmen und künftige Generationen haben.

Da der indigene Tourismus an Bedeutung gewinnt, liefern die Erkenntnisse dieses Berichts eine solide Grundlage für künftige Initiativen. Sie erinnern uns daran, dass sinnvolle Tourismusentwicklung nicht nur wirtschaftliches Wachstum bedeutet, sondern auch kulturelle Resilienz, Selbstbestimmung und gemeinsame Zukunftsperspektiven.

Möchten Sie mehr erfahren?

Der Vollständige Bericht ist über die Publikationsplattform des Nordischen Ministerrats verfügbarhttps://www.norden.org/en/publication/indigenous-tourism-european-arctic

Der Zusammenfassung (Executive Summary) des Berichts ist im Posterformat verfügbar: https://matkailu.samediggi.fi/wp-content/uploads/2025/12/EITC25-juliste.pdf

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