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“Ich möchte etwas zurückgeben” – BIRGEJUPMI auf der Konferenz Forskningsetik i Saepmie

Åsa Nordin Pittja nahm im Februar an der Konferenz Forskningsetik i Saepmie teil.

Folie aus der Präsentation von Eva Fjellheim. Foto: Åsa Nordin Pittja

Forscherinnen und Forscher: Åsa Nordin Pittja

Veröffentlicht: 09.03.2026

"Toolbox" für die Forschung über die Sámi und die Sámi‑Gemeinschaft benötigt

Åsa Nordin Pittja, neue Leiterin von Arbeitspaket 1, nahm an der Konferenz „Forskningsetik i Saepmie“ (Forschungsethik in Saepmie) teil, die am 25. Februar 2026 in Staare/Östersund stattfand. An der Konferenz nahmen rund 40 Teilnehmende teil, Vertreter aus der Wissenschaft, aus Organisationen und weitere Interessierte.

Generell sind sich Forschende bewusst, dass die lokale Sámi‑Gemeinschaft viel früher in den Forschungsprozess eingebunden werden muss. Es herrschte Einigkeit, dass Forschungsethik und damit verbundene Fragen diskutiert werden müssen, weil Forschende und diejenigen, die Gegenstand der Forschung sind, mit diesen Themen ringen.

Man wolle sich von den bisherigen Erfahrungen vieler Sámi lösen, die an einem Forschungsprojekt teilgenommen haben und danach weder die Forschenden noch deren Ergebnisse wiedersehen. Gleichzeitig zeigte sich, dass viele Sámi isoliert untersucht werden und offenbar eine Erwartung von außen besteht — von Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Forschenden, Trainee‑Programmen usw. — dass Sámi an Befragungen teilnehmen und alle möglichen Fragen über sich beantworten.

Folie aus der Präsentation von Ragnhild Nilsson. Foto: Åsa Nordin Pittja

Als Forschende heute möchte man etwas zurückgeben, während die Sámi‑Gemeinschaft sich fragt: "Was springt für uns dabei heraus?" Als Sámi sei "man sich bewusster, dass man Nein sagen und Forderungen an die Forschung stellen kann."

 

Es geht darum, Methoden zu entwickeln und denjenigen, mit/über/für die man forscht, näherzukommen — Methoden, die an kleine Gemeinschaften angepasst sind und bei denen ethische Fragen ständig berücksichtigt werden. Es wurde auch Selbstkritik geäußert: Oft erinnert man sich erst in letzter Sekunde daran, Betroffene früh einzubeziehen; man hat die Forschung abgeschlossen und ist dann wieder gegangen, und so weiter. Viele positive Punkte wurden hervorgehoben, etwa wer und was einbezogen werden soll, der Wunsch, etwas zurückzugeben und nicht wie frühere Forschende zu agieren. Man möchte gute Forschende sein, weiß aber manchmal nicht, wie man das praktisch umsetzt.

Folie aus der Präsentation von Eva Fjellheim. Foto: Åsa Nordin Pittja

Ein weiteres Thema war der offene Zugang zu Quellen. Das kann — muss aber nicht — Probleme bei der Forschung unter den Sámi verursachen. Nicht alle Sámi möchten, dass ihr Material anderen Forschenden zugänglich gemacht wird. Wissen wird oft an Personen weitergegeben, zu denen man eine Beziehung aufgebaut hat und denen man vertraut. Dass dieses Material anschließend von anderen genutzt werden kann, wird als problematisch empfunden. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen der akademischen Welt und der lokalen Bevölkerung. Wie man damit umgeht, bedarf weiterer Diskussion.

Folie aus der Präsentation von Eva Fjellheim. Foto: Åsa Nordin Pittja

Es besteht Einigkeit darüber, dass es bei der Forschung zur Sámi‑Gemeinschaft zahlreiche Forschungslücken gibt. Es ist wichtig, diese Lücken zu identifizieren und darauf aufbauend neue Forschungsprojekte zu entwickeln.

Es brauche eine Art "Toolbox" für die Forschung über die Sámi und die Sámi‑Gemeinschaft, die Orientierung bietet, wie man die Sámi erforscht. Ebenso wichtig sei jedoch eine Anleitung für die Sámi‑Gemeinschaft selbst, die ihre Mitglieder im Umgang mit allen Beteiligten — von Schülerinnen und Schülern bis zu etablierten Forschenden — stärkt, damit sie auf Augenhöhe begegnen können.

Podiumsdiskussion bei Forskningsetik i Saepmie. Foto: Åsa Nordin Pittja

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