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BIRGEJUPMI bei Pukkellaks 2026

Jan-Erik Henriksen und Ida Hydle nahmen am Seminar Pukkellaks 2026 teil.

Projektmitglied:Jan-Erik Henriksen und Ida Hydle

Veröffentlichung: 15.01.2026

Seminar über Pink Salmon

 

Das Norwegische Sámi-Parlament und das Ministerium für Klima und Umwelt (KMD) haben öffentliche Treffen in Finnmark organisiert, um Beiträge zum Erhalt der Sámi-Lachsfangkultur einzuholen. Dies scheint ein lang ersehnter Beginn einer Zusammenarbeit zwischen dem KMD und dem Sámi-Parlament zu sein. Über viele Jahre forderten das Norwegische Sámi-Parlament, das Fjordfischereirat sowie Sámi-Fischereiorganisationen die Bereitschaft zum Dialog mit dem KMD und insbesondere die Berücksichtigung traditioneller sowie indigenen Wissens bei neuen Regelungen zum Lachsschutz. Dies wurde bei den Treffen deutlich zum Ausdruck gebracht.

Das Pukkellaks (Pink Salmon) Seminar 2026 fand am 20. Januar in Alta statt, nur eine Woche nach den vom Norwegischen Sámi-Parlament und dem KMD organisierten Input-Treffen. Das Seminar wurde vom Norwegischen Meeresfrüchte-Forschungsfonds (FHF) organisiert und konzentrierte sich auf Erfahrungen mit Pink Salmon im Jahr 2025. FHF ist ein staatseigenes GmbH, im Besitz des norwegischen Ministeriums für Handel, Industrie und Fischerei (NFD) und wird zu 100 % durch die Seafood-Industrie mit einer Forschungs- und Entwicklungsgebühr von 0,3 % auf alle Meeresfrüchteexporte finanziert. Weitere Informationen zum Seminar hier (auf Norwegisch). Die Veranstaltung wurde live gestreamt; die Aufzeichnung finden Sie unten.

Während des Seminars wurden interessante und wichtige Einblicke von Fischern, Traditionswächtern und Forschern geteilt. Im Gegensatz zum Pukkellaks-Seminar 2025 zum Pink Salmon beinhaltete dieses Jahr Beiträge des Norwegischen Sámi-Parlaments und Fischer, die traditionelle Fanggeräte im Fjord getestet hatten. Leider waren keine Vertreter der zuständigen Managementbehörde, des KMD oder der Direktion anwesend. Besonders betont wurde das fehlende Zusammenwirken zwischen den beiden Ministerien, dem NFD und dem KMD – genau wie es auch bei vielen lokalen Treffen über Pink Salmon-Fallen in Flüssen in Troms und Finnmark im Sommer der Fall war. Viele sehen das Problem darin, dass Lachse vom KMD verwaltet werden, während alle anderen Fische im Meer vom NFD geregelt werden, was klare Lücken im Dialog zwischen den beiden Ministerien offenbart. Dies hat ernsthafte Konsequenzen, etwa für das Management sowohl wild lebender Lachse als auch gezüchteter Lachse. Die Aquakulturindustrie bedroht die Existenz der nationalen Lachspopulationen.

Håkon Mundenia vom Norwegischen Sámi-Parlament bei der Präsentation auf dem Pukkellaks 2026. Bild: Jan-Erik Henriksen

Mitglieder der BIRGEJUPMI, Jan-Erik Henriksen und Ida Hydle, nahmen am Seminar teil und forderten einen Dialog zwischen traditionellem Wissen und wissenschaftlicher Forschung. Ein solcher Austausch könnte beispielsweise neue Wege sowohl im Management als auch in der Forschung eröffnen, etwa indem Tern als Teilnehmer beim Pink Salmon-Fang im Fjord eingesetzt werden. Terns, die Heringsschwärme markieren, fungieren als „Helfer“ beim Fanger in Fjorden mit Netzen. Ein weiterer Vorschlag von Traditionswächtern ist die Einrichtung von Referenznetzen für die Küstenfischerei auf Lachs oder Referenzflüsse für Pink Salmon-Fallen. Sowohl Traditionswächter als auch Berichte, wie zum Beispiel der NIBIO-Bericht vom 4. Internationalen Seminar über Pink Salmon in der Barentsregion und Nordeuropa in Svanhovd, Pasvik, im Oktober, weisen in diese Richtung.

Jan-Erik Henriksen und Ida Hydle haben ihre Beiträge im Hinblick auf die Bewahrung der Sámi-Fischereitraditionen als nachhaltige Praxis gegenüber dem Norwegischen Sámi-Parlament und dem KMD eingereicht, was auch die Fangmethoden von Pink Salmon und Pazifischem Lachs umfasst. Mehr zu den Empfehlungen hier.

Mehr erfahren:

Ein wenig optimistischer in Ságat (auf Norwegisch)

Nachrichten über Pink Salmon (auf Norwegisch)

Teilnehmer des Pukkellaks 2026 beim Zuhören der Vorträge. Bild: Jan-Erik Henriksen

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