Diese Forschung zielte darauf ab, zu bewerten, wie sich Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels auf das Leben junger Menschen in Küstengemeinden in Finnmark auswirken, wobei insbesondere die besonderen Chancen und Herausforderungen untersucht wurden, die sie mit sich bringen. Dazu bezogen wir die Teilnehmenden in einen co-kreativen Prozess ein, um eine multimediale Ausstellung zu gestalten, die ihre Visionen für Umweltentscheidungen und die Zukunft festhält. Dies wurde durch Workshops in Unjárga/Nesseby und Bearalváhkki/Berlevåg ermöglicht, die in enger Zusammenarbeit mit den Leitungen der örtlichen Jugendclubs und Vertretungen der Gemeinde durchgeführt wurden. Diese Sitzungen boten den jungen Menschen einen Raum, um über ihre persönlichen Wünsche und ihre Hoffnungen für die Zukunft ihrer Gemeinden nachzudenken.
In diesen Workshops zeigte sich, wie wichtig die Beziehung zum Land, zur Gemeinschaft, zu Traditionen und zu samischer Kultur und samischen Praktiken ist, um ein gutes Leben führen zu können. In Zeiten der durch den Klimawandel und seine Folgen ausgelösten Unsicherheit standen die Themen Identität, Zugehörigkeit und Wohlbefinden stark im Vordergrund. Die Gespräche drehten sich auch um den Wunsch der Teilnehmenden, weiterhin in ihren Gemeinden zu leben undoder zu gehen, um Erfahrungen zu sammeln und Möglichkeiten für die persönliche und berufliche Entwicklung zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter Erforschung der Zukunftsvorstellungen junger Menschen – Feldarbeit in Várjjat und Die Zukunftsvisionen junger Menschen in Bearalváhkki/Berlevåg erkunden .
Um ein breiteres Publikum zu erreichen, wurden die Workshop-Ergebnisse in zwei unterschiedlichen Formaten geteilt. In Bearalváhkki/Berlevåg wurde im örtlichen Jugendclub eine thematische Illustration installiert, um bei jungen Menschen (im Alter von 11 bis 18 Jahren) einen fortlaufenden Dialog und Reflexionen über ihre Visionen und Hoffnungen für die Zukunft ihrer Gemeinde anzuregen. In Unjárga/Nesseby wurden die Erkenntnisse hingegen in Form einer eigenen Ausstellung präsentiert, die eine kuratierte Sammlung von Mindmaps, Zeichnungen und Fotografien der Teilnehmenden zeigte, ergänzt durch ein Roll-up-Poster, das die zentralen Themen ihrer Diskussionen zusammenfasst.
Die Teilnehmenden der beiden Workshops wollten ihre Gespräche mit einem breiteren Publikum teilen und baten die Moderierenden, eine Fotocollage mit den von ihnen gesammelten Bildern zu erstellen, die ihre Beziehungen zu Land, Familie und Gemeinschaft widerspiegelt. Daraufhin organisierte WP4 eine Sharing-Veranstaltung, bei der alle im Workshop entstandenen Materialien der Gemeinde präsentiert wurden. Parallel dazu erhielt das lokale Grafikdesign-Unternehmen Árvu den Auftrag, eine Illustration zu gestalten, die die zentralen Themen der Gespräche einfängt.