Zusammentreffen mit Albert D. Marshall in Eskasoni: Reflexionen über Two-Eyed Seeing
Unser Treffen mit Ältester Dr. Albert D. Marshall war ein ganz besonderer Moment unseres Nord-zu-Nord-Austauschs. Der sámi-Älteste Jan Erik Henriksen, Professor und Direktor der Forschungsgruppe Indigenous Voices an der UiT, und Thora Herrmann von der Universität Oulu wurden in seinem Zuhause in Eskasoni herzlich und großzügig empfangen und teilten bei Albert sowie mit Skyler Jeddore, Community Liaison und Field Technician; Nadine Lefort, Managerin für Kommunikation & Outreach; und Lisa Young, Executive Director des Unama’ki Institute of Natural Resources (UINR) Tee, Kaffee und Beeren in einem Gesprächskreis. Diese Organisation ist auf die Perspektiven der Mi’kmaq First Nation zu natürlichen Ressourcen und auf die Verantwortung ausgerichtet, die wir in Unama’ki (Kap Breton) gegenüber Land, Wasser und allen lebenden Beziehungen tragen.
Dieses Treffen gab uns die Gelegenheit, mit Ältester Dr. Albert D. Marshall, der prägenden Stimme hinter Etuaptmumk – Two-Eyed Seeing, zusammenzusitzen, aufmerksam zuzuhören und von ihm zu lernen. Etuaptmumk ist ein leitendes Prinzip und eine Lebens- und Beziehungsweise zur Welt, die für den Ansatz unseres Birgejupmi-Projekts zentral ist. In diesem Raum teilte Jan Erik auch Reflexionen aus sámi-Artens des Verstehens und der Beziehung zu Land, Wasser und Governance und brachte unsere eigenen Erfahrungen in den Austausch neben die Mi’kmaq-Perspektiven ein. Gemeinsam wurde unser Austausch zu einem geteilten Raum des Zuhörens und Lernens zwischen Träger:innen und Mitwirkenden von sámi- und Mi’kmaq-Wissen, getragen von Respekt, Verantwortung und Beziehung sowie von der fortlaufenden Arbeit, indigene, lokale und westliche Wissensweisen in ein gutes Gleichgewicht zu bringen.